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Manaus ist die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas und ein Kuriosum, eine Extravaganz des Städtebaus, die dem üppigen Regenwald den Rücken zugekehrt, und sich statt dessen mit staatlichen Zuschüssen und ihrer exotischen Vergangenheit und immer, mit Hilfe des Tourismus - am Leben erhält. Früher besaß es eine Art- nouveau Pracht heute vor allem einen billigen Elektronikmarkt, der aufgrund ihres Status als Freihafen entstanden ist. Die strategisch günstige Lage der Hafenstadt in der Nähe des Zusammenflusses der drei größten Nebenflüsse zum Amazonas besagt, dass Manaus lange der Sammelplatz für Erzeugnisse des Regenwaldes war.
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Die Kraft, die Manaus zu einer der bezauberndsten Städte der Welt machte, war der Kautschuk, dessen Eigenschaften von den Omagua Indianern entdeckt wurden und die französische reisende im 18. Jahrhundert faszinierten.

Es floss derartiger Reichtum in die Stadt, dass die Gummibarone ihre schmutzige Wäsche nach Paris zum waschen schickten. Ihre Villen waren voller nie benutzter, wertvoller Klaviere und Kristallüster.
1906 erbauten britische Ingenieure ein Zollgebäude aus schottischen Backsteinen im Stil des indischen Kolonialreichs. Um die bis zu 14 m schwankenden Pegelstände des Rio Negro auszugleichen, das Schwimmdock wurde dann aus dem Ausland (1967) vom schleichenden Verfall gerettet, als es zur Freihandelszone erklärt wurde.
Um diese Steuerfreiheit auszunutzen, haben sich Hunderte Fabriken im Industriegebiet niedergelassen. Es herrscht reger Handel mit Flussfisch und, in einem anderen Abschnitt, mit Gebrauchsgegenständen der Indianer, Korbwaren, Umbanda-Gegenständen und Guarana einer beliebten, ginsen ähnlichen Kräutermixtur. 20 Minuten außerhalb der Stadt, erreicht man das CIGS, das Trainingscamp der Armee für den Kampf im Dschungel. Dort gibt es auch einen Zoo mit Jaguaren, Riesenschlangen und anderen Tieren.
Weitere Infos unter: http://www.pmm.am.gov.br/
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