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FHC - Fernando Henrique Cardoso
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Fernando Henrique Cardoso

Fernando Henrique CardosoFernando Henrique Cardoso (mit der Anthropologin Ruth Corrêa Leile verheiratet, drei Kinder) wurde am 18. Juni 1931 in Rio de Janeiro geboren. Er studierte Soziologie an der Universität von São Paulo. Seit 1952 arbeitete er im Umkreis des bedeutenden brasilianischen Soziologen Florestan Fernandes. Durch seine linksgerichteten Ansichten, die sich in zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen niederschlugen, erwarb er sich bereits einen hohen Bekanntheitsgrad, ehe er 1961 an der Universität von São Paulo mit einer Studie über „Sklaverei und Kapitalismus im südlichen Brasilien“ promovierte.

Der Militärputsch von 1964 trieb Cardoso ins Exil. Er lehrte Entwicklungssoziologie in Frankreich, Argentinien und Chile. In Santiago wurde er stellvertretender Direktor des lateinamerikanischen Zentrums für Wirtschafts- und Sozialplanung (ILPES). In der Hochburg des Cepalismo reiften seine dependenztheoretischen Einsichten, die ihn international bekannt machten. 1967 kehrte er nach Brasilien zurück und lehrte Politische Wissenschaft an der Universität von São Paulo, bis ihn 1969 die Militärregierung kurzzeitig verhaftete und ihm die Lehrerlaubnis an der Universität entzog. Im selben Jahr gründete er in São Paulo das Brasilianische Planungs- und Analysezentrum (CEBRAP), das zum Forum der progressiven Intellektuellen und Akademiker Brasiliens avancierte. Es folgten ehrenvolle Einladungen zu Gastprofessuren an Universitäten in Europa und den USA. 1973 (und noch einmal 1982) trat er auch an der Freien Universität Berlin auf, die ihm 1995 den Ehrendoktor verlieh.

In den späten 70er Jahren betrat Cardoso die politische Bühne, zunächst als Berater des Partido do Movimiento Democrático Brasileiro (PMDB, Demokratische Bewegung), dann als ihr Kandidat. Die politische Karriere war jedoch anfangs wenig erfolgreich. Bei Wahlen kam der „profesor“ nicht an. Erst als Nachrückkandidat für São Paulo konnte Cardoso 1983 in den brasilianischen Senat einziehen. 1988 gründete Cardoso zusammen mit Dissidenten des PMDB den Partido da Social Democracia Brasileiro (PSDB, Sozialdemokratische Partei Brasiliens).

Den entscheidenden Karriereschub brachte seine Aufnahme in die Regierung von Itamar Franco 1992-1994. Zunächst fungierte er als Außenminister, ab Mai 1993 als Finanzminister. In diesem Amt gelang es ihm mit dem Plano Real, innerhalb eines Jahres die monatliche Inflationsrate in Brasilien von annähend 50% auf 1,5% zu drücken. Vor allem dank dieses Erfolgs konnte Cardoso die Präsidentschaftswahlen vom Oktober 1994 gegen Luis Inacio Lula da Silva vom Partido do Trabalhadores (PT, Arbeiterpartei) bereits im ersten Wahlgang mit 54,3% der Stimmen für sich entscheiden.

Cardosos Reformprogramm umfasste die Modernisierung des Gesundheits- und Erziehungswesens, den Abbau des Beam- tenapparats zur Entlastung des Staatshaushaltes, die Privatisierung von staatlichen Betrieben, die Reform der Altersversorgung, die Verbesserung der Infrastruktur und die Schaffung von Investitionsanreizen. Da er über keine feste Mehrheit im Parlament verfügte, erließ er viele Reformen per Dekret, erlangte jedoch nachträglich zumeist die parlamentarische Zustimmung. Nur im Falle der Kostenreduzierung für die soziale Sicherheit und die staatliche Verwaltung zwecks Verringerung des Haushaltsdefizits blockierte der Kongress seine Initiativen. Insgesamt blieb ihm in Umfragen die Zustimmung der Mehrheit der Bevölkerung erhalten.

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