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Caetano Veloso

Caetano VelosoCaetano Veloso wurde am 7. August 1942 in Santo Amaro da Purificação/Bahia geboren. Als Sänger und Komponist wurde er von seinem Idol João Gilberto stark beeinflusst. Caetano verknüpft Text und Melodie so miteinander, dass man sie sich nur schwer getrennt voneinander vorstellen kann. Er ist ein rastloser Intellektueller, der nicht nur mit der brasilianische Musik, sondern auch mir sich selbst hart ins Gericht geht, und der stets bereit war, neue Wege einzuschlagen, auf denen ihm dann später seine MPB-Kollegen folgten. Caetano erwiderte, zum Beispiel, denjenigen, die gegen das Tropicália-Gemisch aus brasilianischer Musik mit ausländischen Komponenten waren: "Zu sagen, Samba könne nur mit einem Tamborim, einer Frigideira und einer Gitarre, ohne Sept- und Nonenakkorde, gespielt werden, ist wirklich keine Lösung." Caetano ist jedoch auf seine Weise durchaus nationalistisch im Hinblick auf die Musik eingestellt. Er ist bekannt für sein Wissen über altes brasilianisches Liedgut und hatte maßgeblichen Anteil am Comeback von Musikern wie Luiz Gonzaga, dem König des Baião, der während der 60er Jahre in Vergessenheit geraten war.

Caetano Veloso brachte, zusammen mit Gilberto Gil, die Autoritäten mit seinem Tropicalisten-Chaos durcheinander. Als Gil und Veloso nach São Paulo gingen und dort und in Rio de Janeiro eine eigenwillige, ganz neuartige Kunstszene entdeckten, entwickelten sie den Plan, eine bilderstürmerische Musikmischung zu schaffen, in der alle Richtungen Platz haben sollten. Alles wurde ausgeschlachtet und in einen Topf geworfen: Luiz Gonzaga, die Beatles, Chuck Berry, Jean-Luc Godard, João Gilberto. Die Texte waren manchmal beissend scharf, manchmal surreal, aber immer provokativ.In der Tropicália war alles erlaubt: Rock und Samba, Volksmusik und urbane Klänge, Kultiviertes und Kitschiges, Berimbaus und elektronische Instrumente, Geräusche und Geschrei. Rock´n´Roll hatte es in Brasilien seit den späten 50er Jahren gegeben, aber dies war das erste Mal, dass er mit einheimischen Stilen vermischt wurde.

1965 begann die Ära der Musikfestivals. Sie wurden in Fernsehen übertragen. Inmitten eines von wachsender Angst und Repression gezeichneten Klimas waren diese Festivals für viele Brasilianer ein lebenswichtiges kulturelles Ventil. Dort begannen nicht nur viele Musikerkarrieren, sondern eine Zeitlang waren sie ein Forum für politisch abweichende Meinungen, die in den Liedern zum Ausdruck kamen. 1967 waren Gilberto Gil und Caetano Veloso an der Reihe, und sie benutzten dieses Forum, um eine völlig neue musikalische Bewegung zu starten: die Tropicália.

Zu jener Zeit waren die Musikfestivals im ganzen Land groß in Mode. Fand ein Festival statt, waren die Straßen Brasiliens wie leergefegt, weil alle zu Hause vor dem Fernseher saßen, um sich die Show anzusehen. Das Publikum auf dem Festival verhielt sich ähnlich wie die Fußballfans in den Stadien. Wer das Ereignis besuchte, ging in das Theater, um seine Favoriten mit Fähnchen und Beifall zu unterstützen und die anderen (Konkurrenten) zu stören.

Als Veloso seine Tropicália-Hymne "Alegria, Alegria" auf dem TV Record-Festival sang, wurde er Anfangs überhaupt nicht beachtet und erhielt sehr viele Kritiken, da er erstmals vom typischen "brasilianischen" Rythmen abweichte.

Als Veloso seine jüngste Schandtat 1968 in São Paulo auf dem Internationalen Festival des Liedes vortrug, wurde er noch lauter ausgepfiffen als für Alegria, Alegria. Es bedarf jedoch noch einige Jahre, bis das Publikum ihn verstand.

Im Dezember 1969 wurden Caetano und Gil vom Regime für vier Monate ins Gefängnis gesteckt. Nach ihrer Entlassung im Februar 1970 wurde ihnen empfohlen, Brasilien zu verlassen. Daraufhin nahm Caetano Lieder für ein Album auf und gab zusammen mit Gil Konzerte, um die Reise zu finanzieren. Nach seiner Abreise ins Londoner Exil, wo er die nächsten zwei Jahre verbringen sollte, wurde sein Album veröffentlicht. Das Album enthielt unter anderem "Atrás do trio elétrico" und eine neue Version von "Carolina", ein Lied von Chico Buarque.

Selbst im Exil war Caetano in der brasilianischen Kulturszene stets gegenwärtig. Lieder, die er in England komponierte und nach Brasilien schickte, wurden von anderen Musikern gesungen und auf den Markt gebracht. Seine Kollegen in Brasilien vermissten Caetano und schrieben Lieder ihm zur Ehre, wie z. B. Paulo Diniz mit "Quero voltar para Bahia", ein Schlager ehemaliger Zeit, der in Englisch mit bahianischem Akzent singt: "I don’t want to stay here, I wanna to go back to Bahia". Ein weiteres berühmtes Lied komponierte Roberto Carlos, "Debaixo dos caracóis", das wir jetzt spielen, in der Version von 1992, von Caetano selbst gesungen.

1972 kehrte Caetano endlich zurück nach Brasilien. Zusammen mit Gilberto Gil, feierten sie mit einem Konzert in Rio ihre Rückkehr. Die Linken, die ihn zur Zeit der Tropicália weder gemocht noch verstanden hatten, versuchten ihn, als ein Symbol des Widerstands gegen die Regierung zu vereinnahmen. Caetano aber durchkreuzte diese Absicht mit seiner ersten Show, indem er auf der Bühne tanzte wie Carmen Miranda und damit sowohl die Rechten wie die Linken schockte.

Doch die Zeit verging und Caetano Veloso konnte das Publikum für sich gewinnen, man verstand mit der Zeit sehr genau was er mit seiner Art vermitteln wollte und nicht umsonst kam es so, das er laufend neue und vor allem erfolgreiche CD's auf den Markt brachte.

Heute wird Caetano von allen respektiert und von seinen Fans geliebt und verehrt, es waren keine einfache Zeiten die er durchlebte, jedoch wusste er immer das er das richtige für sich tat und das ist eine Gabe die nicht jeder Mensch besitzt.

Weitere Infos unter: http://www.caetanoveloso.com.br/


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