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Amazonas Abenteuer in Brasilien
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Unter Brasilien finden Sie noch weitere Texte und Infos zu Stadt, Menschen und Tiere, Brasilianische Küche - und natürlich der Samba ;)

Nicht nur die Sprache Brasiliens ist was ganz besonderes, auch die Brasilianische Küche ist unglaublich schmackhaft. Schauen Sie sich die Vielfalt der Speisen und Getränke mal an.


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» Amazonas Abenteuer

Den Amazonas bereiste ich von 1985 bis 2001 regelmässig, zwischen 4 und 6 Monaten pro Jahr.

Ein unvergessliches Erlebnis ( eigentlich ist jeder Tag unvergesslich ) war am Rio Purús, hinter Coari.
Mit einem Freund hatte ich von Manaus aus einen Kutter gemietet, incl. 6m Blechkahn mit starkem Aussenborder am Haken, 1 Motorista und 1 Mann für alles, was hoffentlich nicht falsch verstanden wird.
Die Kosten waren damals 20 DM pro Tag, plus Treibstoff.

Wir ankerten bei Dunkelheit an einem Holzhüttchen, das einer Bühne glich.
3 Seiten waren mit Balken geschlossen, ein Blätterdach drauf, das war das Haus.
Der Chef hiess uns herzlich willkommen, mein Freund und ich bekamen einen Hängemattenplatz, die Mannschaft blieb auf dem Boot.

Ich fühlte mich in die Steinzeit zurückverstetzt.
Ausser ein paar Töpfen, liebevoll an den Holzbalken aufgehängt, einer Machete und einem rostigem Gewehr erinnerte nichts an das Jahr 1987.
Am nächstem Tag zeigte mir der Chef voller Stolz sein Gelände. Es ging einen Steilhang hinauf und siehe da, da stand ein wunderschönes Kapellchen, selbstgebaut, mit vielen Heiligenfiguren drin.
Daneben ein ein Holzhaus, mit Brettern und nicht mit Balken gebaut.
Der Chef meinte, lieber unten am Fluss zu leben.
Der Rückweg zur ´Bühne´ war lustig.

Es regnete mittlerweile und bei der 2. Stufe der Schlammtreppe verliessen mich meine Fussohlen.
In sekundenschnelle landete ich wie auf einer Rutschbahn vor der Bühne, von Schlamm überdeckt.
Es war herrlich, eine 15 köpfige Familie herzlich lachen zu sehen, ich lachte mit und nahm ein Bad im Fluss.
Die Brasilianer haben scheinbar Saugnäpfe an den Fussohlen, denn ich sah bei ähnlichen Ausrutschern nur mich im Schlamm.
Am 2. Tag lud uns der Chef nachts auf ein Waldfest ein.
Mit dem Blechkahn fuhren wir los und landeten nach kurzer Zeit an einer Hütte.
Wir wurden auf Schnaps kontrolliert, Alkohol war verboten.
Musik lief auf Hochtouren, aus Batteriekisten.
Hinter der Wand von den Riesenboxen war ein Raum, wo mindestens 15 Kinder, gestapelt in Hängematten, die friedlich schliefen.
Die Neugierde trieb auf einen Rundgang rund um die Hütte und in etwas Entfernug hörte ich Stimmen.Dort trieb es mich hin und was ich da sah, war ein Beweis, das die kath. Kirche in Brasilien nicht gewonnen hat.
Einzelheiten will ich nicht schreiben, ihr würdet mich für verrückt erklären.
Ich weiss nur, dass ich stocknüchtern war und drogenfrei lebe.
Es wurde jedoch kein Huhn, geschweige denn ein Kind geschlachtet, es war lediglich viel Feuer im Spiel.

Die Grossfamilie lebt vom Maniokverkauf, bzw Tausch.
Einmal die Woche kommt ein Boot, dann gibt es für das Maniok Salz, Zucker und Kaffee.
Hühner liefen genug herum und selbst ein kleiner Schweinestall war da.

Täglich war Entlausung des Kopfes angesagt, auch ich kam an die Reihe.
Damals hatte ich noch Haare und ich genoss den Akt, gefunden wurde nichts.
Was mich verwunderte, ist, dass eine gefundene Laus in den Mund des Suchers verschwand. Ich bin der Meinung, dass so eine Laus das ´Kraut nicht fett´ macht. Vielleicht ist es ein Versuch der endgültigen Ausrottung der Läuse.

Am 3. Tag verliessen wir die Familie, die Gastfreundschaft und Herzlichkeit war toll.

Als ich ein paar Monate später in meinem Laden in Deutschland stand, fragte ich mich oft:
"was mache ich hier, ich Idiot, rede über Müll, den eigentlich niemand braucht".

Aber letzendlich musste ich Geld für meine Reisen verdienen.

eingesandt von Neto

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