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Aufbau einer Sitio-Pousada in Brasilien
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Brasilien

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Nicht nur die Sprache Brasiliens ist was ganz besonderes, auch die Brasilianische Küche ist unglaublich schmackhaft. Schauen Sie sich die Vielfalt der Speisen und Getränke mal an.


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» Aufbau einer Sitio-Pousada

Wir (mein Investor und ich) haben in Bahia eine Sitio-Pousada aufgebaut, traumhaft gelegen,
aber um zu überleben, reichen die Kontakte und das Geld nicht.
Deutschlandkontakte sind schwierig, denn wer noch nichts mit Brasilien zu tun hatte und sich informiert, hört nur von Favelas, Mord und Todschlag.
Selbst im Forum gibt es Liebhaber diese Beiträge reinzusetzen, die natürlich wahr sind, aber die deutsche Presse hält sich ganz einfach über Greueltaten im tollen Deutschland gezwungener Massen zurück.
Unsere Sitio-Pousada ist und bleibt ein Insidertipp, Barra- und Pelourinho Fetischisten
sind hier sowieso nicht glücklich, hier ist Natur pur und die Mädels haben nicht die Euros der Touristen in den Pupillen.
Ich machte mir Gedanken, wie ich überleben soll, wenn die Einnahmen lediglich die Kosten vom Sitio tragen. An Kokosnüssen fehlt es hier nicht, aber jeden Tag wird das langweilig.
Der Magen braucht Abwechslung. ( a bisserl übertrieben geschrieben )
Ich sauste durch Arembepe und Praia do Forte, bekam Angebote von Pousadas und Restaurantes, oft in jämmerlichem Zustand zu horrenden Preisen.
Die Antworten der Besitzer waren oft:
die Touristen zahlen.........unsere Orte stehen in jedem Reiseführer...........die kommen mit Dollars.............gib ihnen ein Mädchen und sie sind glücklich............
Kleines Beispiel:
In Praia do Forte kostet ein Leihwagen 135 Reais, hier in Jacuipe, 20 km entfernt, kostet er 50 Reais.

Ich liebe Jacuipe und entdeckte eine Eisdiele, die zu vermieten war, 1a Lage.
Innerhalb einer Woche hatte ich den Mietvertrag, von 1.500 Reais auf realistische 830 Reais gekürzt.
Die Eisdiele war leer, Investition war:
12 Tische mit Stühlen
2 feine Riesensteintische mit Bänken,
1 grosser Kühltresen,
Gefriertruhen und Kühlschrank,
Geschirr etc.
Industrieherd und Umluftofen für Pizzas und Tira Gosto,
Musikanlage und Karaoke ( das ist der Hit ),
das war´s schon, mehr oder weniger.

Begonnen hatte ich mit 4 Kisten Bier und 40 kg Eis.
Nach 6 Wochen bin ich bei 20 Kisten Bier und 120 kg Eis, pro Wochenende.
Pro Bierflasche bleibt 1 Real, 10 kg Eis geben 80 Kugeln, die Kugel kostet 1 Real, 10 kg Eis 18 Reais im Einkauf. ( Das verrät natürlich kein Kaufmann, aber als Rechenbeispiel verrate ich es )

Wie ich schon mal im alten, geliebten Forum erwähnt hatte, ist Jacuipe ein vom Auslandstourismus vergessenes Dorf.
Die Kneipen hier haben fantastisches, typisches Essen, aber es fehlen Kleinigkeiten.
Ich bin (war) kein Wirt und Eisverkäufer, aber Kleinigkeiten sind mir aufgefallen.
Zu jedem Bier gibt es eine mit Schale Erdnüssen, ein Aschenbecher kommt bei den Rauchern auf den Tisch und die Bierkorken fliegen nicht am Boden herum.
Carangeujos, die nach 3 Tagen ihr Leben ungegessen ihr Leben lassen müssen, sind im Aquarium, um das Ableben nicht ganz so schlim zu gestalten.

Mittlerweile kommen Motorradclubs aus Salvador, die hier ihren Sonntag verbringen, Touristenbusfahrer ( mit Brasilianern ) haben meinen Platz entdeckt und Stammgäste vom gegenüberliegendem Condominio sind da.

Trotzdem lebe ich noch überwiegend von Kokosnüssen, denn die Einnhamen verschwinden in Invetstionen. Ich brauche noch weitere 15 Tischeinheiten, die die Brauereien nicht rausrücken wollen und Gefriertruhen. Zudem denke ich schon an eine Eismaschine, die kostet was......................

Was 1970 in Deutschland mit etwas Einsatz möglich war, ist hier möglich.
Brasilien hat Zukunft, die letzten Jahre in Deutschland hatte ich mir den A.... aufgerissen und das Ergebnis war traurig.
Gestern waren Russen in der Eisdiele, die fragten mich, wohin Deutschland will.
Die Zeitschrift WELT schreibt manchmal die Wahrheit, aber scheinber liest sie niemand, jedenfalls nicht Gerhard, der Häuptling. Es gibt 2 Möglichkeiten für alle, die Auswanderungspläne haben, egal welchen Alters:

man traut sich, oder traut sich nicht.

Wer den Verstand hier versäuft, den bestraft die Leber, wer einer Europupille verfallen ist, wird sein Geld los, wer nicht portugiesisch spricht, ist abhängig und auch schnell das Geld los.

Noch kurz zum Thema Kinder:
Meine Kleine ( 8 Jahre ) hat die Punkte locker erreicht , um das Schuljahr zu bestehen.
Es wird hier bis 1.000 gerechnet und Englisch ist Hauptfach, das hatte sie in Deutschland nicht.
Sie ist in einer kleinen Privatschule und zerbricht sich trotz aller Neuigkeiten nicht den Kopf, wie in Oberbayern.
Die Schule hat am Mittwoch Früchtetag, wo mitgebrachte Früchte getauscht werden, Donnerstag ist Tanztag, Freitag ist Schwimmbadtag, und im PC Raum wird geübt, was ich in Deutschland vermisse.
Wir sind hier glücklich.

eingesandt von Neto

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